Zeitschrift

 

Berlin

Europäische Metropole

und deutsche Hauptstadt

 


Heft  31 - 1995

Hrsg.: LpB


 

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Vorwort des Herausgebers

 

Mit dem Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 und der Vereinigung
Deutschlands am 3. Oktober 1990 bot sich an, dem bereits seit längerem vergriffenen Heft »Berlin – Hauptstadt und geteilte Stadt« (Heft 12/1987 in der Reihe »Die deutsche Frage im Unterricht«, der Vorgängerin der Reihe »Deutschland und Europa«) ein weiteres über die Hauptstadt folgen zu lassen. Das vorliegende Heft ist jedoch ganz anders konzipiert. Die Stadt wird als Metropole konturiert, die im Zusammenhang, in einem lebendigen Austauschverhältnis mit ihrer deutschen und europäischen Umgebung steht.

Ein Schwerpunkt ist Berlin als Bundeshauptstadt und Regierungssitz des vereinten Deutschlands mit den Aufgaben und Problemen, die sich für die Stadt und das Land Berlin daraus ergeben. Hier kommt ein Berliner Autor zu Wort. Zuwanderer in Vergangenheit und Gegenwart (Hugenotten, Juden, Türken) bedeuteten und bedeuten einen Einfluß von außen, der die Stadt entscheidend mitgeprägt hat. Der Beitrag »Berlin in der Literatur« (mit Unterrichtsmaterialien) zeigt die Stadt als dynamisch sich ständig wandelndes Gebilde. Berlin war selbst Ort neuer, avantgardistischer Entwicklungen, die nach außen in den deutschen und europäischen Raum ausstrahlten; am Beispiel des Dadaismus und des Neuen Bauens in Berlin in der Weimarer Republik wird dies dargestellt. Abschließend betrachtet eine Berliner Autorin in ihrem Beitrag an ausgewählten Beispielen die »Stadtentwicklung seit 1989«, ein Thema, das hochaktuell und noch nicht abgeschlossen ist.

Der Robert Bosch Stiftung verdanken wir, daß auch dieses Heft den Schulen und Bildungseinrichtungen in den ostdeutschen Bundesländern angeboten werden kann. Zusammen mit der Stiftung für Bildung und Behindertenförderung ermöglicht diese private Stiftung die Erarbeitung von lehrplanbegleitenden Materialien für den Unterricht und der Exkursionshefte im Interesse deutschland- und europapolitischer Bildungsarbeit. Die beiden Stiftungen setzen damit ein Beispiel, wie durch das Zusammenwirken von privater Initiative und öffentlichem Auftrag in der politischen Bildungsarbeit Aufgaben von großer Wichtigkeit durchgeführt werden können.

Siegfried Schiele
Direktor der Landeszentrale für politische Bildung
Baden-Württemberg

 


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