Zeitschrift

Jahrtausendwende



A

1. Vom Blutregen zum Umwelttod: Endzeit im Transfer

 


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Inhaltsverzeichnis   


Von Maria Würfel

Lernen aus zwei Jahrtausenden

Wenn am 31. 12. 1999 um Mitternacht sich die zweite Jahrtausendwende vollzieht - am 31. 12. 1999? Tatsächlich? Oder vielleicht doch erst zur Mitternachtsstunde des 31. 12. 2000? Ein alter Streit, der auch für jeden Jahrhundertwechsel gilt und seinen Grund im »Jahr 0« hat, denn: »Da es kein ›Jahr 0‹ gegeben hat, kann man dieses ›Jahr 0‹ auch nicht mitzählen. Die 2000 Jahre unserer Zeitrechnung sind erst zu Ende, wenn auch das zweitausendste tatsächlich vorüber ist.« (NZZ 28. 2. 96, S. 31)

Wenn sich nun - wann auch immer - der zweite Jahrtausendwechsel vollzieht, wird über Unterschiedliches nachgedacht und über Unterschiedliches gesprochen werden. Aber: »So gut wie alle (werden) sich in der Angst vor der Zukunft zusammen(finden), und unisono (wird) der Ruf zur besinnenden Umkehr (sein) - was immer das ist.« (Fuhrmann 31) Der bedeutende Historiker bleibt dann aber mit seinen Überlegungen nicht bei der 2. Jahrtausendwende stehen, sondern schaut, wie es für ihn als Mediävisten selbstverständlich ist, zurück auf die erste, um die beiden aneinander zu messen. So fährt er fort:

»Die Angst um das Jahr 1000 war von ganz anderer Art als die unsere. Damals war es die Frage des Eingerichtetseins auf das Jenseits bei Anbruch des Jüngsten Tages, das Suchen nach einem heilsgerechten, gottgefälligen Leben. Heute geht es fast ganz um das Diesseits, um die vom Menschen herbeigeführte Zukunftsgefährdung. Die Besinnung vor tausend Jahren ließ eine religiös-kirchliche Reform folgen, die schließlich in die Scholastik einmündete: in die Überzeugung, dass der Einsatz der Vernunft Gottes Plan durchschaubar mache. Wenn das Jahr Zweitausend ähnliche welt- und menschenverändernde Anstöße vermittelte, wäre die Angst gut verwertet.« (Fuhrmann 31)

Mit diesem Blick auf beide Jahrtausendwenden wird ein Weg gewiesen, der - im Hinblick auf die zweite - herausführt aus dem bloßen Starren auf Weltuntergangsszenarien verschiedener Art, mit denen wir spätestens seit den düsteren Prognosen des Club of Rome (konstituiert 1968) immer wieder konfrontiert werden und die sich in einem bedrückenden Katalog von Ängsten zusammenfassen lassen: »Angst vor dem Umwelttod, Angst vor dem Zusammenbruch der Energieversorgung, Angst vor den neuen Möglichkeiten einer prometheischen Wissenschaft, Angst vor dem Ende des Fortschritts, Angst vor der politischen Zukunft. Wir glauben uns allenthalben von bedrohlich wachsenden Gefahren umgeben.« (Matz/Cavanna IX)

Die Vielfalt dessen, was von unterschiedlichsten Seiten im Umfeld der 2. Jahrtausendwende auf die Menschen einstürmen dürfte, wird auch die Jugendlichen erfassen, und sie werden es aufarbeiten müssen. Die Fülle des Gebotenen - durch die Medien mit Bestimmtheit werbewirksam aufbereitet - wird der Strukturierung und der Bewertung bedürfen, einer intensiven Auseinandersetzung, die zu einer Orientierung der Einzelnen in dieser besonderen Situation beitragen soll.

Der Blick auf die 1. Jahrtausendwende vermag dafür vieles zu bieten. Er zeigt zunächst den ereignisgeschichtlichen Ablauf rund um das Jahr 1000 (»um das Jahr 1000« meint im wesentlichen die Zeit zwischen 979 und 1033/34, eine Zeitspanne statt eines Datums, bedingt durch die uneinheitlichen Berechnungsverfahren, nach denen man auf die 1000 Jahre nach der Geburt oder nach der Passion Christi kam). Er zeigt aber noch vieles mehr als nur Zeitgebundenes; wir erkennen

  • geistige Strömungen, die sich ausdrücklich mit der Naherwartung und dem Ende auseinander setzen;
  • ebenso solche, die davon offensichtlich unberührt sind;
  • das alltägliche Leben in der Normalität oder der Betroffenheit durch Ängste;
  • menschliche Grundverhaltensmuster in Erwartungssituationen eines einschneidenden Ereignisses;
  • das Weiterleben nach dem Tag X;
  • das Aufarbeiten des Nichteintretens eines erwarteten Ereignisses, zugleich die Weichenstellungen für die Zukunft.

Die Standortgebundenheit der Zeitgenossen des Jahres 1000 ist selbstverständlich eine völlig andere als die unsere. Aber gerade diese Konfrontation kann zu einer äußerst fruchtbaren Auseinandersetzung und zu einem vertieften Verständnis für die eigene Zeit und Situation ebenso wie für die Vergangenheit führen. Mag man dabei von der eigenen Gegenwart auf die mittelalterliche Situation blicken oder umgekehrt - es werden auf jeden Fall zahllose Fragen ausgelöst. Diese Fragehaltung ist der Zugang zum problemorientierten Umgang mit den überlieferten Quellen der 1. Jahrtausendwende ebenso wie mit der eigenen existenziellen Betroffenheit angesichts der zweiten. Die beiden Ebenen unterrichtlich umzusetzen, verlangt didaktisch und methodisch die Realisierung des Transfer.


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Abb. 2 Max Ernst: Europa nach dem Regen II (Ausschnitt), 1940-42.
Wadsworth Atheneum, Hartford/Connecticut
Vision einer Totenlandschaft: deformierte Mischwesen - stranguliert, versteinert, geschrumpft - in einem Moder beherrschten Dschungel. Vgl. auch Abschnitt A. 4b): Die Rolle der Bilder



Die erste Jahrtausendwende im Transfer

Der Transfer will aus der Beschäftigung mit einem Ausgangsthema praktischen Nutzen für die Erschließung anderer verwandter Themen ziehen. Es müssen darum bei der Erschließung des Ausgangsthemas die allgemein gültigen Voraussetzungen (= Transfer-Raster) gewonnen werden, die zur Erschließung entsprechender Transfer-Themen nutzbar sind. Ein solches Raster

  • entsteht aus Fragen an das Ausgangsthema;
  • dient als Befragungsgrundlage für das Transfer-Thema;
  • bezieht sich auf fachspezifische inhaltliche und methodische Erkenntnisse ebenso wie auf die unterrichtsbezogenen didaktischen und methodischen Überlegungen.

Eine nahtlose Übertragung des auf das Ausgangsthema angewandten Fragenkatalogs gibt es in der Regel beim Transfer nicht - auch nicht im Fall der Jahrtausendwenden. Jeder der beiden Übergänge besitzt trotz vorhandener Parallelen auf Grund der unterschiedlichen Standortgebundenheit der jeweiligen Zeitgenossen seine Individualität. Die Praxis hat zwar gezeigt, dass ein beträchtlicher Teil des Fragen-Rasters formal unverändert auf das Transfer-Thema übertragen werden kann; aber man muss damit rechnen, dass die Antworten auf die gleiche Frage fallweise grundverschieden ausfallen - vgl. die Hinweise S. 8 f.

Die nachstehende Auflistung ist ein Versuch, die mögliche Bandbreite von Fragen aufzuzeigen, die sich an die Geschichte der ersten Jahrtausendwende stellen lassen. Damit werden zugleich auch die denkbaren Vorgaben für eine transferierende Erschließung der 2. Jahrtausendwende geboten. Manche der folgenden, sehr dicht zusammengestellten Fragen könnten sich bei der praktischen Umsetzung überschneiden.

Man kann das Thema der 1. Jahrtausendwende befragen nach

  • der Wirkungsbreite der endzeitlichen Ideen;
  • der Bedeutung der endzeitlichen Erwartung für das private und das öffentliche Leben;
  • der Gestaltung des Alltagslebens in der fraglichen Zeit;
  • den Arten und dem Ausmaß der Ängste der Menschen;
  • der Bedeutung der Religion für die endzeitlichen Erwartungen, Ängste und Hoffnungen;
  • der grundsätzlichen Bedeutung der Religion für das private und öffentliche Leben;
  • dem Ausmaß der religiösen Einbettung der Zeitgenossen als Individuen;
  • der Deutung von Problemen allgemeiner Art als endzeitliche Phänomene;
  • der Suche nach den »Zeichen der Zeit«, die auf das Ende oder eine radikale Veränderung hinweisen sollten;
  • den kollektiven Vorstellungswelten der Zeitgenossen (den »Bildern im Kopf«);
  • den geistesgeschichtlichen Quellen;
  • den allgemein historischen Quellen;
  • der Bedeutung von Bildmaterial zur Themenerschließung;
  • der Bedeutung von Bildmaterial zur Themenvertiefung;
  • den altersspezifischen Möglichkeiten der Einarbeitung in das Thema.

Überblickt man diesen Fragenkatalog, so stellt man fest, dass er vom Begriff der Endzeit beherrscht wird, einem Sammelbegriff für eine Vielzahl von Vorgängen, die nach der Überlieferung der Johannesapokalypse und verwandter Texte dem Jüngsten Gericht vorausgehen werden. Weitere themenspezifische Schlüsselbegriffe bzw. -formulierungen des Fragenkatalogs sind: die Angst, die Bedeutung der Religion, die »Zeichen der Zeit«, die kollektiven Vorstellungswelten; für die unterrichtliche Umsetzung haben die Quellen - unter ihnen speziell die Bildquellen - eine Schlüsselstellung. (Vgl. Kapitel A. 4.b: Rolle der Bilder)


Das Umfeld der zweiten Jahrtausendwende

Um das Fragen-Raster auf seine Transferierbarkeit prüfen zu können, muss zunächst im Blick auf diese Schwerpunkte das Umfeld der 2. Jahrtausendwende charakterisiert werden.

Diesseitsbezogenheit

Horst Fuhrmann sieht das Abgrenzende und damit das jeweils Besondere der beiden Jahrtausendwenden in der Jenseitsorientierung damals und der Diesseitsbezogenheit heute. Ähnlich argumentiert George Duby in seiner Analyse der Ängste angesichts des Endes, wenn er im Vorwort seines Werkes schreibt: »(Die Geschichtsforschung) versucht, in den Geist einer Gesellschaft einzudringen, für die das Unsichtbare ebenso allgegenwärtig war, ebenso viel Interesse weckte und ebenso viel Macht besaß wie die sichtbare Welt. Vor allem in dieser Hinsicht unterscheidet sich diese Gesellschaft von der unsern.« (Duby 9)

Die Diesseitsbezogenheit unserer Zeit hat zentrale Bedeutung für den Transfer, denn sie provoziert die wichtige weiterführende Frage: Wenn Diesseitsorientierung - warum zugleich Häufung von apokalyptischen Themen? - trotzdem oder gerade deshalb?

Endzeitliche Ängste

Einen besonders tiefen Einblick in die Mentalität der Zeitgenossen der 2. Jahrtausendwende gibt die Beschäftigung mit ihren Ängsten (Duby 1-30 passim). Nöte und Sorgen waren im Umfeld der 1. Jahrtausendwende zwar auch zu einem guten Teil innerweltlich und erzeugten gegenwartsbezogene Ängste. Diese waren sogar ein Dauerzustand, da die Menschen inmitten einer Natur lebten, die sie noch nicht beherrschen konnten. Der Blick auf das jenseitige Ziel war für sie keine billige Vertröstung, um die Nöte der Gegenwart leichter zu bewältigen, sondern Sinngebung ihres schweren Daseins. Aus diesem Blick nach drüben entstanden aber jenseitsbezogene Ängste, die Sorge, durch eigenes Unvermögen dieses Ziel zu verfehlen. Sie wurden in dem Augenblick zu endzeitlichen, in dem man sich bewusst darauf einstellte, dass das Endgericht unbedingt kommen müsse, da die Geschichte als Heilsgeschichte auf das Endziel der zweiten Wiederkehr Christi ausgerichtet sei. Diese grundsätzliche Feststellung musste nicht einmal an eine Naherwartung des Endes gebunden sein.

Für die Mehrzahl der Zeitgenossen heute sind ihre Ängste sämtlich innerweltlicher Art. Sie stammen aber nicht aus der Erfahrung der Ohnmacht gegenüber einer übermächtigen Natur, sondern sind zu einem großen Teil gerade die Folge von Entwicklungen, die daher rühren, dass die Natur vom Menschen bis zum äußersten in Dienst genommen wird. Es ist die selbstverursachte Bedrohung der physischen, ökonomischen und politischen Existenz und richtet sich nicht nur auf das Heute, sondern auch auf die allerdings wiederum innerweltlich verstandene Zukunft. In extremen Situationen verbinden sich diese Ängste mit der Vorstellung eines selbstverschuldeten Weltuntergangs: »Die Erfindung der Atombombe am Ende des Zweiten Weltkriegs hatte eine galvanisierende Wirkung auf den Endzeitglauben. Sie verwandelte die Vorstellung weltweiter Vernichtung von einem überlieferten Endzeitgemälde, das nur Gläubigen zugänglich war, in eine erschreckende Möglichkeit, die jeder verstand. [...] Als die Gefahr eines Atomkriegs in den achtziger Jahren nachließ, wurde das Vakuum sofort von Ängsten vor einer Katastrophe ausgefüllt, die zwar subtiler und heimtückischer, aber von ähnlicher Größenordnung war. Die Agenten der Zerstörung waren diesmal Umweltverschmutzung, globale Erwärmung und das Ozonloch. Wie bei den nuklearen Waffen mag die Angst durchaus real sein; aber es gab auch Anzeichen dafür, dass sich uralte Ängste wieder eingenistet hatten.« (Thompson 177 f.)

Trotz dieser Unvergleichbarkeit hat Georges Duby Grundängste festgestellt, die den Zeitgenossen der 1. und der 2. Jahrtausendwende gemeinsam seien und mit deren Analyse man das wechselseitige Verstehen der beiden Jahrtausendwenden fördern könne. Er nennt (und danach ist das schon zitierte Werk strukturiert) die Angst vor der Not, vor dem Fremden, vor Seuchen, vor Gewalt und vor dem Jenseits; letztere sieht er für den Menschen des 20. Jahrhunderts als Angst vor dem Tod.

Wenn auch die Bezugspunkte dieser Grundängste vergleichbar sind, so muss Duby doch zugeben, dass der Umgang mit ihnen hinwiederum sehr unterschiedlich ist. Dies hat seine Wurzeln überwiegend in der immer wieder zitierten Diesseitsgebundenheit des 20. Jahrhunderts. Die Bewältigung der innerweltlichen Ängste gestaltet sich für jene, die von ihnen existenziell erfasst sind, schwierig:

Durch die Diesseitsorientierung müssen sie mit einer Sinn- und Aussichtslosigkeit fertig werden und sind damit einer Spannung ausgesetzt, die ein Mensch, dem die Sicht in das Transzendente offen steht, nicht kennt.

Bedeutung der Religion in Europa

Auch im Hinblick auf eine endzeitliche Erwartung müssen wir wohl für die überwiegende Mehrzahl der diesseitsorientierten Zeitgenossen davon ausgehen, dass die Bedeutung der Religion für sie auf die Bilderwelt der biblischen Texte - vielleicht sogar mehr noch apokrypher (d. h. nicht zur Offenbarung der Hl. Schrift zählender) Texte - reduziert sein dürfte. Diese Bildersprache wird als bloßes überliefertes Kulturgut dazu benützt, den eigenen Vorstellungen und Ängsten eine feste Form zu geben.

Trotzdem muss man sich vor Verallgemeinerungen hüten; es können plötzlich, auch in dem als säkularisiert geltenden Europa, an Orten, an denen man es nicht vermuten würde, religiös orientierte endzeitliche Ideen wach werden. Ein Beispiel von internationaler Breitenwirkung ist das bereits angelaufene Millenniums-Projekt der Salzburger Festspiele. Ihr Leiter, Gerard Mortier, hat sich in einer spektakulären Pressekonferenz zu den religiösen Traditionen der Stadt Salzburg bekannt und »die Frage nach den letzten Dingen«, »den verborgensten Bereichen unseres Lebens« betont und in der Formulierung zusammenge-fasst: »Was ist, wenn nichts mehr ist?« (zit. n. d. Materialien zur Pressekonferenz vom 4. 7. 97). Schon die Festspiele 1997 wurden ganz im Sinne dieser Zielsetzung mit Mendelssohns Oratorium über den Endzeitpropheten Elias eröffnet; Opern und Oratorien zu biblischen und endzeitlichen Themen sind bis zum Jahr 2001 geplant und in Auftrag gegeben.

Für jene Menschen, die nach wie vor in einer der großen christlichen Konfessionen fest verankert sind, können wir von vornherein nicht von der Vorstellung einer Naherwartung für die Jahrtausendwende ausgehen: Der Kirchenlehrer Augustinus hatte sich anlässlich der seine Zeit erschütternden Ereignisse der Völkerwanderungszeit entschieden gegen jede Vorausberechnung des Endes gewendet. Diese Kritik des Augustinus hat die offizielle Kirche seither ständig wiederholt. So ist festzustellen, dass z. B. die katholische Kirche mit der 2. Jahrtausendwende (Thompson 215-220) keine Spekulationen der Naherwartung verbindet, dem Datum aber sehr wohl einen Sinn gibt: Ohne die Datierungsproblematik anzuschneiden, wird in der Enzyklika Tertio Millennio Adveniente (»Beim Näherrücken des 3. Jahrtausends«) des Jahres 2000 nach der Geburt Christi gedacht und, beginnend mit dem Jahr 1997, eine religiöse Vertiefung der Gläubigen auf das 3. Jahrtausend hin angestrebt.


[Veröffentlichung im Internet wurde nicht genehmigt]

Abb. 3  Frans Masereel: Blatt aus dem Grafik-Zyklus "Apokalpyse unserer Zeit", 1940-43
Frans Masereel-Archiv, Heidelberg, ©  VG Bild-Kunst, Bonn

Der Künstler kommentiert sein Werk "Das war im Juni 1940. Große Massen bewaffneter Männer überfluteten Städte und Landschaften und brennende Häuser, Tod und Verderben blieben hinter ihnen zurück ... War das nicht die Apokalypse? ... Haben nicht viele von unsdamals geglaubt, das Ende der Welt sei angebrochen?" (Zit. n. Richrad W. Gassen u.a. Hrsg.: Apokalypse. Ein Prinzip Hoffnung? Ausstellungskatalog. Heidelberg: Edition Braus, 1985, S. 167); vgl. auch Kapitel A. 4b)


Die Evangelikalen

Völlig anders sind die Bedeutung der Religion und die damit verbundenen endzeitlichen Aktivitäten bei den zahlreichen Gruppierungen der evangelikalen Christenheit (Thompson 178-210), die sich zur Zeit fast explosionsartig ausbreiten.

Die ersten Atombombenabwürfe in den USA gaben der alten Endzeitvorstellung, dass Feuer vom Himmel fallen würde, neue Nahrung. So trug der Endzeitglaube die evangelikale Bewegung aus den Randbereichen der Gesellschaft in ihre Mitte.

In den Medien werden unterschiedliche Bezeichnungen für diese Gruppierung benutzt: christliche Fundamentalisten, Charismatiker, Evangelikale, wiedergeborene Christen; sie bezeichnen alle dasselbe Phänomen: den konservativen Evangelikalismus, d. h. einen Protestantismus, für den die Bibel sowohl die höchste Autorität in den Fragen der Lehre als auch die Glaubensquelle für die traditionelle Moral darstellt.

Die Evangelikalen und die mit ihnen verwandten Endzeitkirchen (wie z. B. Neuapostoliker, 7-Tage-Adventisten, Mormonen, Zeugen Jehovas) haben immer schon daran geglaubt, dass die Wiederkehr Christi nahe bevorstehe. Nährboden für ihre Neigungen zu apokalyptischem Gedankengut bildet die enge Einbindung der Mitglieder, die überwiegend Konvertiten sind und damit ein Bekehrungserlebnis gehabt haben, in ein intensiv auf den Einzelnen einwirkendes soziales Umfeld. Dieses schafft das Gefühl der Abschirmung von der Außenwelt und damit zugleich die Überzeugung, am Ende zu denen zu gehören, die der Drangsal der letzten Tage entrückt werden.

Die Art ihrer Aktivitäten, mit denen die Mehrzahl der evangelikalen Gruppierungen ihre millennaristische Haltung umsetzen, besteht in intensivster Missionsarbeit, um die Endzeit herbeizuführen - gemäß dem im Matthäus-Evangelium (24, 14) überlieferten Satz, dass das Ende erst kommen werde, wenn die ganze Welt vom Evangelium gehört habe.

Endzeitlich orientierte Sekten

Merklich intensivere endzeitliche Aktivitäten sind bei den sektenhaften Gruppierungen evangelikaler Herkunft festzustellen (Thompson 296 ff, 354 ff). Dies bestätigt ein Blick auf eine der kraftvollsten derartigen apokalyptischen Gruppen der Welt, die Yoido Full Gospel Church in Südkorea mit ihrem Zentrum in Seoul. Ihren Mitgliedern wird täglich das Herannahen der Endzeit ins Bewusstsein gerufen und intensiviert z. B. durch Gebetsnächte und durch das wiederholte Besteigen eines Gebetsberges außerhalb von Seoul - ein für die Naherwartung typisches Vorgehen.

Trotz dieser ungeheuren Intensität, mit der auf die Endzeit hingearbeitet wird, sind diese Gruppen relativ diszipliniert und kaum gewalttätig. Dies kann man dagegen von den Aktivitäten der nicht dem Christentum zuzurechnenden apokalyptischen Sekten auf keinen Fall behaupten. Ihre gewalttätigen endzeitlichen Aktivitäten können sich - trotz individueller Unterschiede in der Durchführung - in zwei Formen äußern: im Kampf gegen die bestehende Gesellschaft oder im Massenselbstmord; manchmal gehören auch beide zusammen. Das Grundmuster im Vorgehen derartiger Sekten ist ähnlich: Ein autoritärer Anführer verkündet den bevorstehenden Untergang - im Fall der Aum-Sekte z. B. den Japans - durch Kriege oder durch Naturkatastrophen, die von Menschen ausgelöst werden könnten. Die damit verbundenen Vorstellungen werden aus den unterschiedlichsten Quellen geschöpft. Der Guru gibt vor, nur er könne die Welt vor einer solchen apokalyptischen Zerstörung retten, und erklärt der bestehenden Gesellschaft den Krieg, da sie zum Aufhalten dieses Endes nicht fähig sei. Teil einer solchen Kriegserklärung dürfte z. B. der Giftgasanschlag der Aum-Sekte in der Untergrundbahn von Tokio gewesen sein. Den Mitgliedern der Sekte versichert der Guru das Überleben im Katastrophenfall, wozu sie sich aber aus der Gesellschaft in ihre abgeschlossenen Bezirke zurückziehen müssen. Diese Zurückgezogenheit begünstigt dann die zweite Möglichkeit endzeitlicher Aktivitäten, den Massenselbstmord. Dahinter steht die Vorstellung, dass dieser gewaltsame Tod eine Art reinigendes Martyrium darstelle, das den Sektenmitgliedern ihre Errettung im allgemeinen Untergang sichern solle. Im Falle der Aum-Sekte ist ein solcher Massenselbstmord bisher noch nicht gefordert worden. Wohl aber starben, um nur ein Beispiel zu nennen, im Frühjahr 1993 bei Waco in Texas 80 Anhänger der millennaristischen Sekte der Branch Davidians (Davidianer) während einer Belagerung ihres Zentrums durch Regierungstruppen im selbst gelegten Feuer.

 

Die zweite Jahrtausendwende im Transfer

Kehren wir nun nach dieser Beschäftigung mit der eigenen Zeit zu den Fragen des Transfer-Rasters (vgl. S. 5) zurück:

Die Frage nach der Breitenwirkung der endzeitlichen Ideen lässt sich sehr wohl an beide Jahrtausendwenden stellen; bewusst bleiben muss aber, dass heute durch die Medien zwar rasch eine hohe quantitative Breitenwirkung erreichbar ist, über deren Qualität, etwa in der Form der existenziellen Betroffenheit, jedoch wenig ausgesagt werden kann. Für das 10./11. Jahrhundert waren die endzeitlichen theologischen Fachfragen Angelegenheit einer relativ kleinen geistlichen Elite. Die Mehrzahl der Zeitgenossen kam mit diesem Gedankengut nur dann in Berührung, und auch da nur in stark vergröberter Form, wenn es um die endzeitliche Auslegung von Unregelmäßigkeiten in den Naturerscheinungen ging. Eine Breitenwirkung in der Form der Massenhysterie, wie sie 1833 Jules Michelet für die Zeit um das Jahr 1000 angenommen hatte und wie sie sich als »Schrecken des Jahres 1000« hartnäckig in der Literatur des 19. Jahrhunderts hielt, lässt sich aus den zeitgenössischen Quellen, die eher spärlich sind, nicht nachweisen.

Für die 2. Jahrtausendwende wird man achten müssen auf

  • die quantitativ große Breitenwirkung über Medien und Peergroups vermittelter Informationen;
  • die qualitativ intensive Form (Betroffenheit, eventuell Massenhysterie), vorwiegend auf millennaristische Gruppierungen beschränkt.

Die Fragen nach der Bedeutung der endzeitlichen Erwartung für das private und öffentliche Leben und die Gestaltung des Alltagslebens hängen eng miteinander zusammen. Da sich die »Schrecken des Jahres 1000« als historischer Irrtum erwiesen haben, fallen für diese Zeit auch die damit verbundenen extremen Vorstellungen von endzeitlicher Beeinflussung des Handelns für die Mehrheit der Zeitgenossen weg. Bei der Übertragung der Fragen auf die 2. Jahrtausendwende dagegen muss differenziert werden: Die innerweltlichen Untergangsvorstellungen verlangen zwar nach einer grundlegenden Verhaltensänderung der Menschen (z. B. gegenüber der Umwelt) - aber dies sollte unabhängig von einem besonderen Datum sein! Bei den christlichen Fundamentalisten und den entsprechenden Sekten gibt es eine starke Beeinflussung des Lebens, vor allem, wenn neue Prophetien neue Endzeiten schaffen werden; das Jahr 2000 wird hier zusätzlich wirken. Einfluss auf das öffentliche Leben können diese Gedanken sehr wohl in den Schwerpunktländern der millennaristischen Bewegungen nehmen, wo ihre Anhänger z. T. bereits in politischen Schlüsselstellungen sind.

Die Frage nach den Arten und dem Ausmaß der Ängste ist für beide Zeitenwenden besonders ergiebig und wie keine der anderen Fragen in der Literatur aufgearbeitet. Es empfiehlt sich, den Anregungen von Georges Duby zu folgen und zunächst das Wesen der Grundängste zu analysieren und danach die unterschiedlichen Aufarbeitungsformen zu überprüfen.

Die Fragen nach der Bedeutung der Religion für die endzeitlichen Erwartungen und Ängste und für das private und öffentliche Leben sowie nach der religiösen Einbettung der Individuen zeigen beim Transfer eine interessante Verschiebung: Für die 1. Jahrtausendwende beherrschte fraglos die Jenseitsbezogenheit alle Bereiche des Lebens im christlichen Abendland. Und gerade in diesem Europa wird heute nach allgemeinem Konsens eine säkularisierte Gesellschaft von Diesseitsorientierung bestimmt. Es ist allerdings zu berücksichtigen, dass der Verlust einer religiösen Mitte den Boden für Ersatzreligionen bereitet, die nun ihrerseits wiederum den Menschen völlig einbinden. In den außereuropäischen Schwerpunktländern der evangelikalen Bewegung (wie z. B. USA, Teile Lateinamerikas, Südkorea) wird man von vornherein auf eine hohe Bedeutung der Religion im Privatleben und in der Öffentlichkeit stoßen.

Die Frage nach der Deutung endzeitlicher Phänomene und die nach den »Zeichen der Zeit« haben sich als zeitlos erwiesen. Im Umfeld der 1. Jahrtausendwende wurden bedeutsame Ereignisse allein wegen ihrer Bedeutsamkeit mit dem Anbruch der Endzeit in Verbindung gebracht, so z. B. die Ungarneinfälle. Damit wurden sie zu einem »Zeichen der Zeit« aufgewertet, d. h. zu einem der außergewöhnlichen Ereignisse, wie sie als Zeichen des nahenden Endes aus der Johannesapokalypse oder auch aus anderen chiliastischen (Chiliasmus: Lehre von einer 1000jährigen Herrschaft Christi auf Erden am Ende der geschichtlichen Zeit) Texten entnommen wurden. Zu ihnen zählten vor allem auch Unregelmäßigkeiten in den Naturvorgängen, die dem als absolut regelmäßig gedachten Ablauf widersprachen und als Vordeutungen des Endes betrachtet wurden. Dies galt vor allem für Kometen und den Blutregen, verursacht durch rötlichen, aus der Sahara eingewehten Staub. Diese Zeichen sorgten für Unruhe unter den Menschen und waren der Anlass für Kommentare und Stellungnahmen von Theologen (vgl. Fried 382).

Heute ist diese menschliche Grundhaltung, bestimmte beunruhigende Vorkommnisse, vor allem wenn sie gehäuft auftreten, als Vorzeichen für etwas Künftiges auszulegen und damit vielleicht einen Blick in die Zukunft tun zu können, genauso feststellbar wie damals. Ja sie wird sogar noch durch die rasche und weltweite Berichterstattung in den Medien intensiviert; die Anfälligkeit dafür, sie als Vorzeichen eines allgemeinen Untergangs zu deuten, steigt.

Die Frage nach den kollektiven Vorstellungswelten, den »Bildern im Kopf« ist gleichermaßen zeitlos. Franco Cardini hat das Vorhandensein von kollektiven Vorstellungswelten im 10./11. ebenso wie im 20. Jahrhundert bestätigt, wenn auch ihre Herkunft verschieden ist. Mittelalterliche Autoren gingen mit primär aus biblischen Quellen gespeisten Vorstellungen um und übertrugen sie sowohl auf die Künstler als auch auf ihre Leser. Die Breitenwirkung der in Handschriften überlieferten Texte und Bilder war in ihrer Originalfassung zwar gering, aber um so bedeutender war ihre Ausstrahlung über die aus ihnen schöpfenden Prediger und Entwerfer von Bilderfolgen für die damals im Entstehen begriffene biblia pauperum (= Armenbibel: Wandmalereien in Kirchen, die bilderbogenartig Szenen aus der Heilsgeschichte aneinanderreihten). Über diese Vermittler entstanden äußerst lebhafte biblisch begründete kollektive Vorstellungswelten im Kopf des so genannten gemeinen Mannes. Er bezog darüber hinaus noch intensive Vorstellungen aus der ungebändigten Natur, die nach Ansicht der Zeitgenossen mit unterschiedlichsten Geistern bevölkert war.


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Abb. 4 Arman (eigentlich: Armand Fernandez): Ensemble aus Bronzeabgüssen ausgebrannter Möbel, 1984

Arman sagt über dieses Ensemble: "Mir kam der Gedanke, dass die Vorstellung einer vollends katastrophischen Weltuntergangsphantasie mit Recht in diese Stücke hineininterpretiert und mit der Zerstörung dessen, was wir sind, in Verbindung gebracht werden könnte." (Zit. n. Apokalypse. Ein Prinzip Hoffnung? S. 324) Vgl. auch Abschnitt A. 4b


Für die 2. Jahrtausendwende gehört der biblische Bilderschatz bestimmt nicht mehr zu den kollektiven Vorstellungswelten. Zumindest kann er aber noch bei einem Teil der Zeitgenossen als überliefertes Kulturgut vorausgesetzt werden. Die »Bilder im Kopf« allerdings stammen aus anderen Quellen, vor allem den Medien, und da wiederum besonders den audiovisuellen.

Die Frage nach der Quellenlage für die allgemeine und die Geistesgeschichte ist für die 1. Jahrtausendwende schwerer zu bearbeiten als für die zweite. Johannes Fried gibt in seiner Untersuchung »Endzeiterwartungen...« Einblick in die Quellenlage zur Frage nach der Intensität der Naherwartung im 10. und frühen 11. Jahrhundert. Bei den geistesgeschichtlichen Quellen handelt es sich um einige Briefe und Kommentare, die ihrerseits wiederum auf ältere theologische Texte zurückgreifen wie z. B. auf den Apokalypsenkommentar des Beatus von Liébana aus dem 8. Jahrhundert. Zur allgemeinen Geschichte der Zeit sind es Werke von Geschichtsschreibern, die mögliche Vorzeichen des Endes und die Reaktion der Menschen darauf schildern. Die Autoren sind durchweg Geistliche.

Zur Zeit der 2. Jahrtausendwende kann man sich auf eine reichere, aber andersartige Quellenlage einstellen: Schon seit den späten 70er Jahren sind immer wieder Werke zum Thema erschienen. Seit der 2. Hälfte der 90er Jahre nehmen die Veröffentlichungen zu: Berichte von Expertenkommissionen stehen neben wissenschaftlichen Vorträgen und Abhandlungen unterschiedlichster Disziplinen, häufig der Futurologie verpflichtet. Historische Veröffentlichungen sind überwiegend mentalitätsgeschichtlich orientiert. Daneben gibt es vieles, das aus aktuellem Anlass erscheint, wie z. B. Lied- bzw. Schlagertexte, Zeitungsberichte über endzeitlich orientierte Aktivitäten oder Projekte. Dass noch Traktate und Broschüren aus dem Umfeld millennaristischer Gruppierungen bis zum entscheidenden Datum hinzukommen werden, ist anzunehmen.

Die Fragen nach der Bedeutung von Bildmaterial für die Erschließung, Vertiefung und altersspezifische Bearbeitung des Themas sind von zentraler Bedeutung für beide Jahrtausendwenden: Bilder sind grundsätzlich durch ihre Anschaulichkeit für jede Altersstufe ein motivierender Einstieg und eine Hilfe, um in die Thematik tiefer einzudringen. Aus Bildern kann jede Altersstufe das ihr Gemäße herausholen, ein völliges Nichtverstehen, wie es bei den z. T. schwierigen chiliastischen Texten möglich ist, kommt beim Bild fast nicht vor. Auch für den Seminarkurs liefern Bilder reiche Denkanstöße.

Für die 1. Jahrtausendwende handelt es sich überwiegend um Buchmalerei. Diese Miniaturen waren nur einem kleinen Kreis, eben der geistlichen Elite, bei Studium und Liturgie zugänglich. Für die Mehrheit der Bevölkerung war die Bilderwelt der biblia pauperum bestimmt, deren große Zeit aber erst im Laufe des 11. Jahrhunderts beginnt. Auf den jugendlichen Betrachter von heute macht der überwiegend der Apokalypse entnommene Bilderschatz der

1. Jahrtausendwende einen fremdartigen, aber dadurch faszinierenden und die Fragehaltung fördernden Eindruck. Die Kunst des 20. Jahrhunderts zu diesem Thema ist nicht minder faszinierend:

Motive aus dem festen Bestand apokalyptischer Bildüberlieferung bestehen in unserer Zeit weiter, gelegentlich in stark verfremdeter Form. Neuartige Szenarien des Untergangs kommen hinzu, entsprechend den neuartigen Ängsten unserer Zeit (vgl. ausführlicher unten Kapitel A.4.b.)

 

Verwendete Literatur:

Cardini, Franco: Zeitenwende. Europa und die Welt vor tausend Jahren. Übers. v. Heidi Wetzel. Stuttgart, Zürich 1995

Cavanna, Henry (Hrsg.): Die Schrecken des Jahres 2000. Vorwort von

Ulrich Matz, S. IX-XI. Stuttgart 1977

Chaunu, Pierre: Historische Analyse des letzten Viertels des XX. Jahrhunderts. In: Die Schrecken des Jahres 2000, S. 20-42

Duby, Georges: Unseren Ängsten auf der Spur. Vom Mittelalter zum Jahr 2000. Übers. v. Martina Meister. Köln 1996

Fried, Johannes: Endzeiterwartungen um die Jahrtausendwende.

In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters, 45. Jg., H.1, 1989, S. 381-473

Fuhrmann, Horst: Vom Jahr 1000 zum Jahr 2000 - und zurück. Endzeitstimmungen. In: aviso. Zeitschrift für Wissenschaft und Kunst in Bayern, 2/1997, S. 29-31

Gassen, Richard, W. und Holeczek, Bernhard (Hrsg.): Apokalypse. Ein Prinzip Hoffnung? Ernst Bloch zum 100. Geburtstag.

Ausstellungskatalog. Heidelberg 1985

Hofmann, Friedhelm: Zeitgenössische Darstellungen der Apokalypse-

Motive im Kirchenbau seit 1945. München, Zürich 1982

van Laak, Dirk: Wendezeiten und Zeitenwenden. In: Damals 4/1997, S. 38-40

Maass, Max Peter: Das Apokalyptische in der modernen Kunst. Endzeit oder Neuzeit. Versuch einer Deutung. München 1965

Nelson, Benjamin: Priester, Propheten, Maschinen, Zukünftiges: 1202, 1848, 1984, 2001. In: Die Schrecken des Jahres 2000, S. 244-267

Riché, Pierre: Der Mythos von den Schrecken des Jahres 1000.
In: Die Schrecken des Jahres 2000, S. 20-42

Thompson, Damian: Das Ende der Zeiten. Apokalyptik und Jahrtausendwende. Übers. v. Gerold Dommermuth-Gudrich. Hildesheim 1997


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