Zeitschrift

Wien


Europäische Metropole im Wandel




Vorwort des Herausgebers


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Inhaltsverzeichnis   


»... wenn jemand die Donau hinauf nach Wien fuhr, sagte man, er fährt nach Europa ...«

Elias Canetti, Die gerettete Zunge

Die Metropolen haben auch im Zeitalter der neuen, mittelpunktlosen Netze ihre Bedeutung nicht eingebüßt. Sie üben im Gegenteil immer noch eine beachtliche Anziehungskraft aus. Das gilt besonders auch für Wien. Nach dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Union nimmt Wien im Vergleich zu anderen europäischen Metropolen eine neue Position ein. Die daraus resultierenden neuen Programme werden, wie immer in Zeiten des Wandels, auch in der Stadtentwicklung sichtbar, und so spielen »Steine«, Gebautes, eine entscheidende Rolle beim Ausbau der Stadt Wien zu einer modernen europäischen Kultur- und Wirtschaftmetropole.

»Wien - europäische Metropole im Wandel« setzt die Reihe der D&E-Hefte über europäische Großstädte fort. Bisher erschienen sind: »Berlin - Hauptstadt und geteilte Stadt«, »Berlin - europäische Metropole und deutsche Hauptstadt« sowie »St. Petersburg - Russlands Fenster nach Europa«. Studien- und Klassenfahrten in die österreichische Hauptstadt sind nach wie vor gefragt. Die Autorinnen und Autoren schrieben ihre Beiträge (vgl. »Zur Einführung«) unter diesem Blickwinkel, haben ihre Vorschläge mehrfach an Ort und Stelle erprobt und hatten im Rahmen dieses Heftprojekts die Gelegenheit, in Wien selbst, vor allem bei der UNO, der Stadt, bei verschiedenen Kulturorganisationen und über persönliche Kontakte Informationen und Materialien zu erhalten, die über das Gängige hinausgehen. Verzichten wollten und mussten wir angesichts des Umfangs der Hefte auf wohlbekannte, attraktive, jedoch bereits bestens präsentierte Themen wie Musik (z.B. Klassik) und Kunst (z.B.Jugendstil und Sezession).

Das Etikett »Wien bleibt Wien« erfülle den »Tatbestand einer gefährlichen Drohung«, äußerte einmal Karl Kraus. Nicht allein aus diesem Grund spüren die Beiträge dem Thema »Wandel« nach, vom einstigen »Bollwerk Europas« über die entscheidenden Veränderungen ab der Mitte des 19. Jahrhunderts und um die Jahrhundertwende bis hin zur modernen Stadtentwicklung gegen Ende des Jahrtausends.

Siegfried Schiele

Direktor der Landeszentrale für politische Bildung

Baden-Württemberg



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