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Zeitschrift DeutschlanD & Europa Das vereinigte Deutschland
Heft 40/2000 , Hrsg.: LpB |
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Das vereinigte Deutschland in Europa rief im Ausland auch über die unmittelbar benachbarten Nationen hinaus nicht nur Freude hervor. Umso wichtiger ist es für ein Land, das mehr Nachbarn hat als die meisten Länder der Erde, zehn Jahre danach - wenn die Politiker und Medien sich vorwiegend dem deutsch-deutschen Einigungsprozess widmen werden - erst recht wieder und nun mit 1989/90 kontrastierend, über den Zaun zu blicken. Eine ostdeutsche-westdeutsche Betrachtungsweise kann da nicht ausreichen, die deutsche Politik und Geschichte muss zusammen mit der europäischen Geschichte und Politik begriffen werden (Werner Knopp, Grußwort zur Ausstellung »Orte deutscher Geschichte«, Bonn 2000). Das Kapitel Deutsche Einheit und europäische Erwartungen befasst sich mit der Sicht von Frankreich, Großbritannien, Russland und Tschechien. Frankreich hat sich im Großen und Ganzen mit den Konsequenzen der Vereinigung besser abgefunden als erwartet. In Großbritannien scheint sich eine Tendenz der deutschfeindlichen Äußerungen zu verstärken, Europa mag da mit ein Grund sein. Russland ist in erster Linie mit seinen eigenen Sorgen beschäftigt. Das Deutschlandbild in der C?R ist trotz aller Schwierigkeiten überwiegend positiv. Gegenüber Polen (vgl. Heft 37 der Reihe D&E Polen in Europa) hat sich die Euroregion Neiße mit der Stadt Görlitz zu einer Art Brückenfunktion entwickelt. Der Beitrag Die Rolle Deutschlands in der Außenpolitik
zeigt insgesamt, dass das vereinte Deutschland noch immer auf der Suche
nach einer Definition dieser Politik ist.
Literarische Blicke aus dem Ausland zeigt unter anderem der Beitrag Die deutsche Einheit in der Literatur mit Vorschlägen zum Projektunterricht. Anhand unterschiedlichster Materialien, Texte und Abbildungen, soll im abschließenden Kapitel Kunst nach der deutschen Einheit ein differenziertes Verständnis der Kunstentwicklung im Deutschland der letzten zehn Jahre präsentiert werden. Auch dieser Beitrag basiert wie die meisten anderen auf praktischer Erprobung im Unterricht. Prinzipiell sind alle Beiträge nach den neuen Rechtschreibregeln
abgefasst; Bei den literarischen Quellenauszügen und den Textauszügen
im Kapitel Kunst
Siegfried Schiele
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