Zeitschrift

Europa in Baden-Württemberg

50 Jahre - ein Panorama

Vorwort des Herausgebers


  Europa in Baden-Württemberg
Inhaltsverzeichnis

 

  


»Europa in Baden-Württemberg« gewinnt in den vergangenen Jahren neue Dimensionen bei Schul- und Städtepartnerschaften. Beim Einsatz der neuen Kommunikationstechnologien geht das Land mit dem vom Kultusministerium initiierten Modell »Schulen auf Draht« für die Bundesrepublik beispielhaft voran, Schulen aus dem Südwesten vernetzen sich mit Schulen aus ihren europäischen Partnerregionen.

  • Thema der Europäischen Kulturtage in Karlsruhe 2002 ist der »Mythos Europa?«.
  • Den »Europäischen Solarpreis« 1994 erhielt ein Ingenieurbüro aus Südbaden.
  • Ein in Südafrika geborener Londoner hatte sich in den sechziger Jahren zum Ziel gesetzt, »aus diesem Nest (Stuttgart) das beste Ballett Deutschlands« zu machen. »Gelebte Internationalität« ist in dieser Stadt inzwischen das Markenzeichen auch bei der Ausbildung des Nachwuchses.
  • »Unser Wohlstand hängt vom Export ab«, dies ist für Baden-Württemberg längst eine unumstrittene Tatsache.
  • Weniger bekannt ist jedoch, dass »ausländische« Unternehmen einen erheblichen Beitrag für die Wirtschaft Baden-Württembergs erbringen und zwischen 280 bis 340 Tausend Personen bei ihnen einen Arbeitsplatz finden.
  • Die Erkenntnis, Sport habe auch eine völkerverbindende Funktion, wird innerhalb der Europäischen Union auch von Baden-Württemberg mit zahlreichen Projekten in die Praxis umgesetzt.

Dies sind nur einige willkürlich herausgegriffene Beispiele von vielen aus dem vorliegenden Heft, die zeigen, in welchem Maße Einflüsse von außen in den letzten Jahrzehnten den deutschen Südwesten mitgestaltet, geprägt, bereichert und verändert haben. Mit der für alle greifbaren Einführung des Euro in den Alltag der Menschen ab 2002 erhält Europa in ihrem Bewusstsein eine unmittelbare Präsenz, die zunächst nicht von allen als Gewinn begrüßt werden wird. Aber auf lange Sicht, so ist zu hoffen, wird auch dieser europäische Meilenstein zu einer Erfolgsgeschichte, so wie es viele der hier dargestellten »Einwirkungen von außen« geworden sind.

In lockerer, nicht immer chronologischer Abfolge blendet diese Ausgabe von DEUTSCHLAND & EUROPA bis auf die Anfänge Baden-Württembergs nach dem Zweiten Weltkrieg zurück. Die Beiträge, die keine Vollständigkeit beanspruchen, zeigen facettenhaft die vielfachen internationalen Verflechtungen in Geschichte, Politik, Kultur, Wirtschaft, Architektur, im Verkehrswesen, Sport und in der Musik. Personen werden skizziert oder geben Selbstporträts. Grenzüberschreitende, völkerverbindende Projekte, gerade auch unter Jugendlichen, einer Hauptzielgruppe dieser Zeitschrift, stellen sich vor.

Herausgeber, Autorinnen und Autoren sowie Redaktion sind sich bewusst, dass diese Mosaiksteine nur einen Bruchteil von Europa in Baden-Württemberg widerspiegeln können. Sie hoffen, das Panorama bietet jedoch Anreiz genug, im eigenen Umfeld nach weiteren Beispielen zu suchen, einen offenen Blick für das europäisch gewandelte Baden-Württemberg zu bewahren oder zu entwickeln. Vielleicht kann das Doppelheft, welches mit Blick auf das Landesjubiläum 2002 erscheint, ein kleines Scherflein dazu beisteuern. Es ist zu wünschen, dass es nicht nur im Rahmen der in den Lehrplänen verankerten Europathemen, sondern auch bei Projekttagen und weiteren Schulveranstaltungen zu den 50-Jahrfeiern und darüber hinaus eingesetzt wird.

Siegfried Schiele
Direktor der Landeszentrale für politische Bildung
Baden-Württemberg

 


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