Zeitschrift

Europa in Baden-Württemberg

50 Jahre - ein Panorama

John Cranko und das »Stuttgarter Ballettwunder«

Von Rüdiger Utikal


  Europa in Baden-Württemberg
Inhaltsverzeichnis

 
 

  

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Gelebte Internationalität: Drei Schüler im Portrait
Lisa Gottwik, Mikel Jauregui, Anna Wolkovskaja:
Schüler der Ballettakademie im Schuljahr 2000/2001

Lisa Gottwik

wurde 1984 in Stuttgart geboren, lebt in der Nähe von Göppingen. Früh geht sie ins Kinderballett, macht mit sieben Jahren die Aufnahmeprüfung in der Schule. Seitdem tanzt sie mit Leidenschaft und Spaß. Inzwischen hat sie auch ihre Mittlere Reife in der Tasche.
Es ist schon ihr »Traum«, eine gute Tänzerin, Solistin zu werden - irgendwann einmal. (Die »tolle Kompagnie« in Stuttgart sei dabei Ansporn und »Vorbild«.) »Ausstrahlung« und »gute Technik« gehören ihrer Meinung nach dazu, an die Spitze zu kommen. Dafür arbeitet sie hart. Morgens um 7 Uhr geht sie von zuhause weg, ihr Arbeitstag dauert schon ab und zu bis 20 Uhr. Da bleibt für ihr Hobby Klavierspielen wenig Zeit. »Aber natürlich gehen wir auch manchmal in die Disco!«, betont sie lachend.    

Mikel Jauregui

ist Baske, 1982 geboren. Über einen Wettbewerb in Lausanne kam er an die John Cranko-Schule. Seit er als Kind eine Ballett-Aufführung im Fernsehen sah, war er fasziniert vom Tanz. Ab seinem elften Lebensjahr bekam er dann Unterricht. In Stuttgart ist er seit September 2000 und fühlt sich hier wohl. Er sei hier herzlich empfangen worden. Mit der Ausbildung an der renommierten John Cranko-Schule rechnet er sich bessere Karrierechancen aus. Eines Tages will er zeigen, was in ihm steckt, was er alles gelernt hat. Schon in Spanien hat er sechs Monate Deutsch gelernt, hier geht es weiter, denn am Ende der Ausbildung wartet auch eine schriftliche und mündliche Deutsch-Prüfung. Aber das Tanzen an sich ist natürlich das Wichtigste.

Anna Wolkovskaja

stammt aus Moskau, dort ist sie 1984 geboren. Seit ihrem zehnten Lebensjahr hat sie Ballettunterricht, mit vierzehn kommt sie nach Stuttgart. Am berühmten Bolschoi-Theater hat sie in Schulvorstellungen getanzt, in Stuttgart bereits in der Cranko-Choreographie von »Romeo und Julia« mitgewirkt. Sie will dem Publikum das zeigen, was sie kann, die Freude am Tanz soll sich übertragen. Ihre Zukunft sieht sie natürlich am Theater, ihre Ausbildung endet 2002.   Es gefällt ihr in Deutschland, sie spricht schon recht gut Deutsch. »Wenn man weiß, was man sagen will, dann wird es leichter!« Und damit meint sie sicher nicht nur die Sprache.

 

 

 

 

 

Literaturhinweise:

 

 

 

  • Mary Clarke/Clement Crisp: Tänzer. Verlag Ges. Schulfernsehen, 1. Aufl. Köln 1985
  • Hannes Kilian/Klaus Geitel: John Cranko. Ballett für die Welt. J. Thorbecke Verlag, Sigmaringen 1977
     

 

  • Hannes Kilian: Stuttgarter Ballett. Kunstverlag Weingarten, 2. Aufl. 1981
  • Horst Koegler/Helmut Günther (Hrsg.): Reclams Ballettlexikon, Stuttgart 1984

 

  • John Percival: John Cranko. Biographie. Belser Verlag, Stuttgart/Zürich1985
  • Rainer Woihsyk (Hrsg.): Marcia Haydée. Belser Verlag, Stuttgart/Zürich 1987

 

 


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