Zeitschrift

Europa in Baden-Württemberg

50 Jahre - ein Panorama

Europäische Charta für die Jugend


  Europa in Baden-Württemberg
Inhaltsverzeichnis

 

  


Entwurf der Klasse 11 b des Wagenburg-Gymnasiums in Stuttgart, Schuljahr 2000/2001

1

  Freiheit

Die Freiheit ist ein grundlegendes Recht, dass jedem zusteht. Sie beinhaltet das freie Denken und Handeln des Einzelnen unter Einhaltung der Gesetze. Es muss das Ziel Europas sein, diese Freiheit zu garantieren.
 

2

 Gleichheit

Grundvoraussetzung für ein demokratisches, ausgeglichenes Europa sind Gleichberechtigung, soziale Gerechtigkeit und die Gleichheit vor dem Gesetz.
 

3

 Sicherheit

Für den Staat ist die innere sowie die äußere Sicherheit von großer Bedeutung. Die Sicherheit ist eine wichtige Grundlage für die individuelle und staatliche Entfaltung.
 

4

 Rechte und Pflichten

Gleiche Rechte für alle und die Erfüllung aller Pflichten sind notwendig, damit ein geregeltes Zusammenleben in der europäischen Gemeinschaft funktioniert.
 

5

 Friedenskultur

Jeder Einzelne muss zum friedlichen   Zusammenleben in seinem Staat beitragen; erst dann, und nur gemeinsam, können Konflikte auch auf internationaler Ebene friedlich gelöst werden.
 

6

 Soziales

Das Ziel der Sozialpolitik ist es, die Würde eines jeden Menschen zu wahren und dessen Existenz zu sichern. Europa hat die Pflicht eine geregelte Sozialpolitik zu führen.
 

7

 Jugend

Die Jugend ist die Zukunft Europas. Es muss das Ziel aller europäischen Staaten sein, sie zu verantwortungsbewussten, selbstständig denkenden und handelnden Menschen zu erziehen, die fähig sind ein vereintes Europa zu erhalten.
 

8

 Integration

Die Integration eines jeden Einzelnen in die Gesellschaft ist wichtig für ein friedliches Zusammenleben; Europas starke wie schwache Nationen sollen den gleichen Stellenwert in Europa erhalten.
 

9

 Umwelt

Das Umweltbewusstsein muss im Denken jedes Einzelnen an Bedeutung gewinnen, um die Lebensgrundlagen für zukünftige Generationen sicherzustellen.
 

10

 Gesundheit

Als Grundlage für ein gesundes, funktionierendes Europa muss das Gesundheitssystem ständig verbessert werden und für jeden die Möglichkeit zu medikamentösen und ärztlichen Behandlungen bestehen.
 

11

 Wirtschaft

Als antreibender und verbindender Faktor ist eine gut funktionierende Wirtschaft Voraussetzung für die Weiterentwicklung Europas.
 

12

 Kommunikation

Kommunikation ist das wichtigste Medium, um Neues kennen zu lernen und zu verstehen, Missverständnisse zu vermeiden und Konflikte friedlich zu lösen.
 

13

 Technologie

Die gemeinsame Forschung auf europäischer Ebene soll einen Fortschritt in allen Lebensbereichen ermöglichen.
 

14

 Kunst und Kultur

Die freie Entfaltung der künstlerischen und geistigen Fähigkeiten und die Wahrung des Kulturerbes ist Garantie für ein funktionierendes, vielfältiges und gesellschaftliches Zusammenleben in Europa.
 

15

 Sport

Der Sport ermöglicht eine friedliche Begegnung von Menschen und Völkern, national sowie international, und ist deshalb wichtig für die ge­genseitige Akzeptanz. Er bietet vor allem die Möglichkeit sich besser kennen zu lernen und sich untereinander auszutauschen. 


Die Klasse 11 b des Wagenburg-Gymnasiums in Stuttgart war »Co-winner« eines europaweit ausgeschriebenen Wettbewerbs »Zeige, dass Du ein Bürger Europas bist«. Insgesamt 15 000 Schülerinnen und Schüler aus allen europäischen Ländern hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt. Ausgeschrieben und organisiert worden war dieser von der Association de Prévention pour une Meilleure Citoyenneté des Jeunes (APMCJ). Die Gesellschaft fördert im Dienste der Europäischen Union das bürgerschaft­liche Selbstverständnis von Jugendlichen in Europa. Das Europäische Informationszentrum in 70173 Stuttgart (Nadlerstraße 4) hatte die Jugendlichen über den Wettbewerb und seine Bedingungen informiert.
Wettbewerbsbedingungen waren: eine Charta auszuarbeiten, bestehend aus 15 Artikeln, diese grafisch aufzubereiten, ein dazugehörendes Maskottchen zu entwerfen, das die Europabürgerschaft symbolisiert; außerdem war ein Brief an die Gründungsväter Europas zu verfassen.
Als einer von 15 Siegern wurden die Stuttgarter Schülerinnen und Schüler in das Europaparlament nach Straßburg eingeladen. Dort wurde aus den ausgewählten Entwürfen (hier abgedruckt alle 15 Artikel wie von der Klasse 11 b entworfen) nach umfassenden Debatten über Inhalt und Wortlaut der Artikel eine endgültige Fassung der Jugendrechtscharta am Europatag 2001 verabschiedet. Diese und weitere Informationen dazu befinden sich in http://apmcj.com


Collage zu einer Europäischen Charta für die Jugend (Entwurf)

 

 


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