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Zeitschrift Migration
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Nicht zuletzt im Zusammenhang mit dem geplanten Zuwanderungsgesetz rückt das Thema »Ausländer« – grundsätzliche Fragen der Notwendigkeit von Einwanderung, die Problematik der Aufnahmefähigkeit sowie des Spektrums der Möglichkeiten zur Integration – wieder verstärkt ins Zentrum einer teilweise sehr kontrovers geführten, öffentlichen Diskussion. Betont die eine Seite, Deutschland sei faktisch Einwanderungsland und brauche im Kontext ökonomischer und demographischer Entwicklungen oder im Blick auf die Sicherung sozialer Systeme Zuwanderung, verweisen andere Stimmen auf die aktuell hohe Arbeitslosigkeit sowie die nicht geringen Kosten, die sich dem Prozess der Integration und der Finanzierung entsprechender Infrastrukturen verbinden. Kulturelle Differenzen, Irritationen bei der Suche nach Identität, gegenseitige Vorbehalte und Abgrenzungen, unterschiedliche Lebensziele und religiöse Traditionen stellen das Zusammenleben der Gesellschaft vor neue, nicht einfach zu bewältigende Herausforderungen. Die Bandbreite der Wahrnehmung von Migration reicht von kultureller Bereicherung bis hin zur manifesten, individuell empfundenen Bedrohung. Umso wichtiger ist es, sich unvoreingenommen, sach- und faktenbezogen mit dem Thema »Migration« auseinander zu setzen. Schule leistet dazu einen wesentlichen Beitrag: Die Begegnung mit fremden Kulturen und die Vermittlung von Kenntnissen anderer Lebensformen, die Erziehung zur Achtung der Würde des Anderen und zu Toleranz gehören zu den Lehrplaninhalten und wesentlichen Unterrichtsprinzipien der Schule. Hier ist das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Nationalität und kultureller Prägung Realität. Das vorliegende Heft versucht, verschiedene Facetten des Problems der Zuwanderung sichtbar zu machen und so zur eigenständig-verantwortlichen Meinungsbildung und Versachlichung der Diskussion beizutragen. Klaus Happold Ministerialrat Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg
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