Rhône-Alpes Partnerregion von Baden-Württemberg
Hrsg.: LpB |
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Grußwort der Ministerpräsidenten Die Region Rhône-Alpes verbindet eine lange, intensive und freundschaftliche Beziehung mit Baden-Württemberg. Beide teilen den Gedanken an ein geeintes Europa, gestützt auf selbstständige und eigenverantwortliche Regionen. Die herausragende
wirtschaftliche Stellung Baden-Württembergs innerhalb Europas ist Folge
einer stets auf Entwicklung, Fortschritt und sozialen Wohlstand
ausgerichteten Politik. Um uns und allen anderen europäischen Regionen
diese Entwicklungsmöglichkeiten zu erhalten, aber auch um den Menschen
in den Regionen die Identifizierung mit ihrer Heimat zu belassen, weisen
wir in Baden-Württemberg beharrlich auf die Bedeutung der Regionen
innerhalb Europas hin. Im Raum der Europäischen Union muss das Prinzip
der Subsidiarität erhalten bleiben. Ich habe mich dafür auch nachhaltig
als Mitglied des Europäischen Verfassungskonvents eingesetzt. Mit
besonderem Interesse blickt Baden-Württemberg auf den
Dezentralisierungsprozess in Frankreich. Er gibt der Region Rhône-Alpes
die Möglichkeit, ihre regionale Politik entsprechend den Bedürfnissen
ihrer Bürgerinnen und Bürger zu entwickeln. Wir hoffen, dass mit der
Dezentralisierung neue Akzente für unsere Zusammenarbeit gesetzt Einer der Schwerpunkte unserer praktischen Kooperation
liegt in der Arbeit der »Vier Motoren für Europa«. Bereits im Jahre 1988
trafen sich die Präsidenten der Regionen Baden-Württemberg, Katalonien,
Rhône-Alpes und Lombardei in Stuttgart und unterzeichneten ein Abkommen
zur wirtschaftlichen Kooperation. Einerseits verfolgten die Präsidenten
der »Vier Motoren für Europa« in der Folge konsequent das Ziel, die
Bedeutung der Rolle der Regionen innerhalb des europäischen
Integrationsprozesses zu Besonders intensiv ist die Kooperation in den Bereichen Jugend und Bildung sowie unter der Leitung der Arbeitsgruppe »Commission on Higher Education and Research (CHER), der Hochschulen. Seit 1992 finden regelmäßig wissenschaftliche Kolloquien und Workshops sowie Treffen der Rektoren und Präsidenten der Hochschulen der Regionen statt. Es ist gelungen, ein gemeinsames wirtschaftswissenschaftliches Studienprogramm ins Leben zu rufen und es werden diverse Stipendien für den Schüler- und Studentenaustausch vergeben. Auf diese Weise fördern wir die Erweiterung des Horizonts und vermitteln den kommenden Generationen unser Selbstverständnis europäischen Miteinanders. Mit der vorliegenden Publikation aus der Reihe »Deutschland & Europas« wird die französische Region Rhône-Alpes vorgestellt. Dies ist ein wertvoller Beitrag zur Verständigung innerhalb Europas. »Um den Wert des Fremden zu fühlen, müssen wir uns erst in die Gesinnung und die geistige Richtung eines anderen Volkes versetzen lernen. Das wird nicht ohne Arbeit und Mühe erreicht«, stellte schon Wilhelm Grimm fest. Deshalb ist es von besonderer Bedeutung, dass sich die Bürgerinnen und Bürger Europas gegenseitig kennen lernen, gute nachbarschaftliche Beziehungen aufbauen und pflegen und die Vielfalt Europas persönlich erfahren und schätzen lernen: Aufgabe der Politik ist es auch, den Bürgerinnen und Bürgern zu zeigen, was sie nach der Erweiterung erwarten dürfen. Es muss deutlich werden, welche Chancen für die Zukunft für alle damit verbunden sind.
Erwin Teufel
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