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Spiele öffnen Welten

Spiele und Spielmodule
in unterschiedlichen Fachrichtungen

 

 

Heft  50 - 2005

Hrsg.: LpB

 

 

 

Spielen bedeutet immer auch lernen. Schon früh hat sich die Landeszentrale für politische Bildung in Baden-Württemberg deshalb dem Spielen gewidmet. In ihrem Angebot finden sich aber nicht nur theoretische Auseinandersetzungen über das Spielen, sondern auch Spielesammlungen, Puzzles, ein Zauberwürfel, Onlinespiele und vieles andere mehr. Erst jüngst hat die LpB BW zusammen mit dem Landesjugendring Baden-Württemberg ein Handbuch für die kommunalpolitische Simulation »cyberdingen« herausgegeben.

Spiele gewährleisten das Lernen weniger durch eine theoretische Belehrung als vielmehr durch das eigene handelnde Tun, die eigene Erfahrung, die nicht nur in der Kindheit die wirksamste Form des Lernens darstellen kann. Körperliche und intellektuelle Beweglichkeit, soziales Verhalten, Fantasie, Konzentrationsfähigkeit, planvolles Handeln, aber auch reflektierte Regeleinhaltung oder –verletzung und nicht zuletzt Ausdauer und Spaß können im Spiel entwickelt und auf das tägliche Leben übertragen werden.

Aber auch das Spielen will gelernt sein. Die Spielbereitschaft junger Menschen kann immer auch missbraucht werden oder in der Regellosigkeit verpuffen. Das vorliegende Heft D & E nähert sich dem Spiel nicht nur aus der Sicht der politischen Bildung.

Aus zehn unterschiedlichen Fachrichtungen haben sich Ausbildnerinnen und Ausbildner von Gymnasiallehrerinnen und -lehrern aus den Studienseminaren Esslingen und Tübingen um eine Annäherung ans Spielen herangewagt. Welche Rolle spielt das Spiel in der jeweiligen Fachwissenschaft? Welche Konsequenzen hat dies für den Unterricht? Neben theoretischen Reflexionen haben die Autorinnen und Autoren immer auch Hinweise zur Umsetzung für den Schulunterricht gegeben.

Das Heft »Spiele öffnen Welten« ist das fünfzigste Heft seiner Reihe. Begonnen 1983 als »Die deutsche Frage im Unterricht« hat sich die zweimal im Jahr erscheinende Zeitschrift seit 1991 in »Deutschland & Europa« umbenannt. Mit dem Heft 50 vollzieht sich gleichzeitig ein Wechsel in der Redaktion. Herr Dr. Siegfried-Walter Kircher hat die Geschäftsführung der Redaktion aus Altersgründen an Jürgen Kalb abgegeben. Bei Herrn Dr. Kircher möchte ich auch an dieser Stelle noch einmal den Dank der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg für sein Engagement und seine erfolgreiche Arbeit in den letzten Jahren zum Ausdruck bringen. Seinem Nachfolger wünsche ich eine ebenso glückliche Hand.

Lothar Frick
Direktor
Landeszentrale
für politische Bildung
Baden-Württemberg

 


Seit 1993 hat Dr. Walter-Siegfried Kircher als geschäftsführender Redakteur von »Deutschland & Europa« diese Zeitschrift wesentlich geprägt. Im wahrsten Sinne des Wortes brachte er Farbe ins Blatt.
Walter-Siegfried Kircher hat neue Horizonte entwickelt. Stets war er darauf bedacht, dass sich D & E nicht auf Kopiervorlagen für den Unterricht oder detaillierte Unterrichtsvorschläge reduzierte.

So entstanden neben den Heften mit deutlichem Lehrplanbezug zunehmend Hefte über zunächst fern anmutende Gegenstände. Der Osten Europas sowie die Partnerregionen Baden-Württembergs hatten es ihm besonders angetan. Nicht zuletzt aufgrund dieser Impulse sind Schulklassen in Regionen gereist, die sie sonst für ihre Studienfahrten nicht ins Auge gefasst hätten.
Das Doppelheft 46/47 über Lódz wurde sogar ins Polnische übersetzt und mit einer Auflage von 5000 Exemplaren allein in Polen verbreitet. D & E hat unter seiner Federführung weit über Baden-Württemberg hinaus gewirkt. Das Heft 50 von D & E – »Spiele öffnen Welten« –wurde noch von Dr. Kircher initiiert, bevor er den Stab weiterreichte. Aber auch in Zukunft wird Walter-Siegfried Kircher als Mitglied des Beirats von D & E der Zeitschrift mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Als Nachfolger von Herrn Dr. Kircher übernahm ich zum 1. August 2005 die Tätigkeit als zuständiger Redakteur von D & E. Mit den Fächern Deutsch, Geschichte und Gemeinschaftskunde unterrichte ich am Ferdinand-Porsche-Gymnasium in Stuttgart-Zuffenhausen. Nach neun Jahren Tätigkeit am Dillmann-Gymnasium in Stuttgart wechselte ich 1991 für einige Jahre ans Colegio Humboldt in Caracas, Venezuela. Seit meiner Rückkehr in den baden-württembergischen Schuldienst bin ich zudem Fachberater für Geschichte und Gemeinschaftskunde (GWG) am RP Stuttgart, was vor allem wegen der damit verbundenen  Fortbildungstätigkeit ein interessantes Betätigungsfeld bedeutet.

Die Redaktionsleitung von D & E geschieht als Teilabordnung an die Landeszentrale, so dass ich auch in Zukunft meine bisherigen Tätigkeiten fortsetzen kann. Publizistisch konnte ich mich bisher als Autor und Herausgeber von Gemeinschaftskunde und Wirtschaftsschulbüchern für baden-württembergische Gymnasien engagieren. Als Vertreter Baden-Württembergs arbeitete ich in den letzten beiden Jahren bei den einheitlichen Prüfungsanforderungen der Kultusministerkonferenz für die Abiturprüfung (EPA) im Fach »Sozialkunde/Politik« mit. Ich hoffe, diese Erfahrungen für »Deutschland & Europa« und seine Leserinnen und Leser bündeln zu können.

Jürgen Kalb
Redaktionsleitung

 

Thema des nächsten Heftes:

Europäische Union – quo vadis

Heft 51 / 2006


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